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Es gibt viele Gründe, Cornwall im Winter zu besuchen: die Strände sind leer, die Stimmung am Meer ist wild und rau, es geht sehr geruhsam zu und in einem gemütlichen Pub am offenen Kamin ein leckeres Bier oder einen Kaffee zu genießen nach einem Spaziergang am Strand, ist wirklich ein Genuss.

Die Wanderungen auf dem  Küstenwanderweg sind sehr erholsam, weil man für sich sein kann in dieser grandiosen Natur – allein inmitten dieser Landschaft: kein Stress, keine Hektik, nur Stille - das ideale Rezept zum Entspannen und Erholen.

Die einheimische Bevölkerung ist außerdem zu dieser Jahreszeit noch freundlicher als sonst, da sich hier wenig tut im Winter und jeder ein wenig neugierig ist und offen für neue Begegnungen und ein lockeres Gespräch. Die Steinkreise und Monumente in den weiten Moorgebieten sind oft von Nebel umgeben, was alles noch mystischer macht und man kann in Ruhe diese einzigartigen Relikte aus der Vergangenheit entdecken und erforschen. Das Licht ist am Meer anders als im Sommer, die Farben variieren je nach Wolkenbild sehr stark, und die Naturgewalten sind noch deutlicher zu spüren…einfach auf einem Felsen sitzen und das Meer und den manchmal heftigen Wellengang zu beobachten, das ist pure Erholung. Es gibt noch so viel mehr zu berichten, aber vielleicht einfach selbst kommen und schauen….ich freu mich!

St Ives (4 of 7)

St. Ives ist nach der Heiligen Ia benannt, die auf einem Blatt von Irland nach St. Ives segelte; es ist ein wunderbarer Ort zum Verweilen und um Kunst und Kultur zu genießen. In den kleinen Gassen und am Hafen herrscht lebendiges Treiben, die breiten Sandstrände laden zum Schwimmen und Surfen ein, zahlreiche Restaurants und Pubs bieten außerordentlich gutes Essen – wer Fisch mag, ist hier genau richtig. Heute besuchen wir die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten in St. Ives, die Tate Gallery, das Barbara Hepworth Museum und den bekanntesten Pub in St. Ives, den Sloop Inn am Hafen, aus dem Jahre 1312. Zu jeder Jahreszeit sitzen hier Menschen draußen und genießen ihr Ale oder Lager. Ein besonderes Event ist Silvester in St. Ives, man trifft dann auf sehr phantasievoll verkleidete Leute, draußen in den Gassen gibt es Live-Musik und zu Mitternacht ein tolles Feuerwerk am Strand.

StJust

An einem schönen sonnigen Morgen starten wir heute von Penzance nach Zennor, einem meiner Lieblingsorte an der Nordküste. Zennor liegt inmitten von Feldern und hohen felsigen Klippen am keltischen Meer und ist seit mindestens 4000 Jahren besiedelt. Die Menschen lebten hier von Fischerei, Landwirtschaft und Bergbau und als noch Zinn abgebaut wurde in den zahlreichen Mienen am Meer, war Wohlstand hier anzutreffen. Heute jedoch leben die Menschen hier hauptsächlich vom Tourismus.

foto cornwall-sprachkurseEin Cream Tea in Morvah, nach einer schönen Wanderung entlang der Steilküste gibt es nichts besseres, als hier entspannt dieses besondere Gebäck zu genießen.

Vom Garten aus können wir das Meer sehen, das in der Ferne türkis leuchtet, Felder und Wiesen umgeben uns und die Steinmauern hier, die sogeannten Cornish Hedges sind bis zu 6.000 Jahre alt. Na, wem es hier nicht schmeckt...Außerdem bietet Jane einen tollen Service und backt wirklich die besten Scones in Cornwall!

Cream Tea beinhaltet Scones, ein Gebäck, das aufgeschnitten wird und zuerst mit Marmelade, dann mit clotted cream bestrichen wird, dazu gibt es Tee oder einen Kaffee, ganz nach Wunsch. Ich habe an mehreren Orten in Cornwall Scones probiert, doch die von Jane sind die besten in Cornwall!

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Hier in West Cornwall gibt es die häufigste Ansammlung von bedeutenden Monumenten wie Steinkreisen, Gräbern etc. und heute, an einem strahlend schönen Tag starten wir von Penzance aus zu zwei absolut sehenswerten historischen Stätten: dem prähistorischen Dorf Carn Euny und dem bedeutenden Lanyon Quoit. Carn Euny liegt zwischen Penzance und St. Just nahe der Gemeinde Sancreed, auf einem Hügel gelegen, von dem aus man einen schönen Blick auf die Landschaft rundherum und auch auf das Meer in der Ferne hat. Bei klarem Wetter sieht man sogar den Longship Lighthouse von Land`s End von hier. Die Fahrt ist ein wenig abenteuerlich, da die Landstrasse, die nach Carn Euny führt, zum Schluss sehr eng ist, gerade Platz genug für ein Auto. Aber wir haben Glück, weder ein Transporter noch ein Auto kommen uns entgegen….Wir steigen aus an einem kleinen Parkplatz und laufen an Weiden links und rechts entlang, vorbei an einem malerisch gelegen Cottage und gelangen zum prähistorischen Dorf.

Mousehole

Der South West Coast Path, insgesamt ca. 1000 km lang, früher ein Küstenpfad, von dem aus die Polizei die Schmuggler in ihren Höhlen kontrolliert hat. Heute eine der Hauptattraktionen in Cornwall. Ein besonders schöner und abwechslungsreicher Abschnitt auf dem South West Coast Path ist der von Mousehole nach Porthcurno, ca. 12 ,5 km lang und durch die vielen Höhenunterschiede bis zu 800 m schon eine Herausforderung, die sich jedoch aufgrund der Vielseitigkeit und der atemberaubenden Ausblicke lohnt! Wir planen 5 Stunden für die Wanderung ein, mit gemütlichen Pausen am Meer, wo wir ein zünftiges Picknick genießen. An einem besonders schönen Tag sind wir in Mousehole, dem lieblichsten Dorf Englands, gestartet. Dort gibt es einen schönen Hafen und zahlreiche interessante Galerien und Cafés, in denen man sich vorher noch stärken kann, ein besonders schönes ist das Rockpool Café direkt am Meer gelegen; sehr urig eingerichtet mit selbstgemachten Fliesen. Das Wild Bird Hospital ist hier angesiedelt, verletzte oder schwache Vögel können dort zur Pflege abgegeben werden und werden dort liebevoll versorgt. Besonders schön ist dieser Ort auch zu Weihnachten, wenn der Hafen beleuchtet ist und mit besonderer Weihnachtsdekoration geschmückt ist. Heute jedoch scheint die Sonne und die Temperaturen sind angenehm mild, ein perfekter Wandertag.

West Penwith, der äußerste Südwesten Englands, die letzte Spitze Cornwalls, ist umgeben von Meer und bietet auf engem Raum Vielfalt total: Steinkreise, Megalithformationen, verwunschene Brunnen, Legenden und Sagen, Steilküste und lange Sandstrände, Wiesen und Felder und urige Fischerdörfer mit netten Pubs und guten Restaurants. Künstler, Individualisten, sehr unterschiedliche Menschen leben hier, was sich auch in den Pubs widerspiegelt, das Publikum ist sehr gemischt und jeder ist willkommen.